FAUST — vom Teufel geholt

Die Querstreicher präsentieren eine Werk9-Produktion:

FAUST — vom Teufel geholt

Premiere: Freitag 05. Januar 2018 19:00 Uhr

weitere Vorstellungen: So. 07. Januar, Sa. 13. Januar, So. 14. Januar, Sa. 27. Januar und So. 28. Januar jeweils 19:00 Uhr

„Mein Pathos brächte dich gewiss zum Lachen,“ grinst Mephisto während des Prologs im Himmel den HERRN an, „hättst du dir nicht das Lachen abgewöhnt.“ – Ja, die aktuelle Weltlage scheint eher zum Weinen Anlass zu geben. Den Bösen [Teufel] sind die Menschen los, aber „die Bösen sind geblieben“. Ein großer Romancier des 19. Jahrhunderts drückte es einmal so aus: „Was für eine Tragödie ist doch diese menschliche Komödie und wie sehr würde ich darüber weinen, wenn ich mir nicht fest vorgenommen hätte darüber zu lachen.“ Ein Gedanke von zeitloser Aktualität. Klassiker sind Klassiker, weil Werk und Autor jeder Gegenwart, so auch der Heutigen, etwas so sagen, als sei es eigens ihr gesagt. Nicht bloß Goethes Gelehrtentragödie „Faust“, sondern auch Jacques Futrelles Gelehrtenkomödie „The Thinking Machine“ können von sich behaupten auf diese klassische Weise zeitlos zu sein, wenngleich Goethe unsterblich und Futrelle beinahe vergessen ist. In „Faust. Vom Teufel geholt“ verschmelzen beide Werke zu einem anregenden Theaterabend. Es darf gegrübelt aber auch gelacht werden.